:: Spielberichte ::

SG I scheitert im Achtelfinale des Krombacher Kreispokals

Nachdem man bereits vor zwei Wochen unglücklich und skandalträchtig gegen die SG Bremm auswärts mit 1:0 verloren hatte, bekam man durch „Losglück“ die Chance, zumindest im Kreispokal zu zeigen, dass für das damalige Debakel hauptsächlich der Schiedsrichter verantwortlich war. Doch vor diesem Spiel waren die Vorzeichen ganz anders als noch vor zwei Wochen. Während Bremm momentan einen Lauf hat, der mit den Siegen gegen unsere SG I und Rheinböllen seinen Höhepunkt fand, befindet sich unsere „Erste“ nach zwei aufeinanderfolgenden Niederlagen und einem schwer dezimierten Kader auf einem absteigenden Zweig. Bremm wurde in der ersten Viertelstunde seiner – zumindest leichten – Favoritenrolle gerecht und zwang unsere „Erste“ in die Defensive. Zwar ergaben sich aus dem Spiel heraus keine wirklichen Torchancen für die Heimmannschaft, aber diese konnte sich auf sie sohrener Anfälligkeit bei Standardsituationen verlassen. Ein Freistoß aus dem Halbfeld sorgte für den verdienten bremmer Führungstreffer, nachdem sich Hintermannschaft und Torwart der SG I nicht einig waren und ein herannahender Moselaner den Ball unbedrängt in die Maschen köpfte.
Immerhin bewirkte dieser frühe Rückstand, dass jetzt auch unsere „Erste“ am Spiel teilnahm. Das beherzte Auftreten der SG I nach dem Treffer sollte auch nicht unbelohnt bleiben, als Eric Müller, der in dieser Saison zum ersten Mal als Stürmer agierte, ein gutes Zusammenspiel zwischen Volker Winter und Robert Beregowez zum 1:1 Ausgleich in der 34. Minute und gleichzeitigem Pausenstand vollendete.
Unsere „Erste“ knüpfte nach Wiederanpfiff dort an, wo sie vor der Pause aufhörte. Ab der 50. Minute jagte ein Angriff den nächsten und nachdem bereits einige Gelegenheiten liegen gelassen wurden, sollte der längst überfällige Führungstreffer fallen. Erneut tat sich Robert Beregowez als Vorbereiter hervor, nachdem er den zweiten nominellen Stürmer, Alex Bensak, bediente und letzter gekonnt vollendete.
Die SG Bremm, die nun viel Risiko einging, um den Ausgleichstreffer zu erzielen, ließ in der Folge einige gefährliche Konterangriffe zu. Doch selbst die besten Torchancen vergab unsere „Erste“ nahezu fahrlässig und so verwunderte es kaum einen, als Bremm den Ausgleichstreffer in der 78. Minute erzielte, nachdem es unserer Abwehr nicht gelingen sollte, eine Flanke nachhaltig zu klären und ein am Strafraum stehender bremmer Spieler den abprallenden Ball unhaltbar im langen Eck unterbrachte. Da bis zum Abpfiff nichts Erwähnenswertes passierte, musste die Verlängerung die Entscheidung herbeiführen.
Offensichtlich steckte die Heimmannschaft das kräftezehrende Spiel besser weg als die SG I, denn besonders in der ersten Halbzeit der Verlängerung zeigte Bremm mehr Engagement und betrieb mehr Aufwand. Folglich ließ auch das 3:2 nicht lange auf sich warten, als ein schnell ausgeführter Freitoß unsere „Erste“ überraschte und ein bremmer Spieler eine Flanke auf den langen Pfosten per Kopf vollstreckte. Zwar bemühte sich Sohren in der Folge um den Ausgleich, doch die Angriffe hatten nicht mehr die Dynamik und Entschlossenheit der regulären Spielzeit und als ein Abwehrfehler kurz vor dem eigenen Strafraum das 4:2 für Bremm einleitete, war jegliche Hoffnung auf Weiterkommen begraben. Auch die zweite Halbzeit der Verlängerung brachte unserer „Ersten“ nicht mehr als einen weiteren Gegentreffer ein und so musste man sich einem in den entscheidenden Momenten kaltblütigeren Gegner mit 5:2 geschlagen geben


Aufstellung: Johnen – Maier, Schell, Rohloff – Winter (Dechandt 107.), Mähringer, Singer (Walenta 81.), Beregowez W. (Fischer 75.), Beregowez R. – Müller ©, Bensak

Zitat: „Jetzt haben wir in 3 Spielen die komplette Saison verkackt!“ (Wladimir Beregowez)
 

SG I verliert zum ersten Mal auf eigenem Platz

Nachdem nun die bittere Pille der Niederlage gegen Bremm geschluckt war, stand das letzte Spiel in der Meisterschaft vor der Winterpause an. Zu gast war niemand Geringeres als der souveräne Tabellenführer von der SG Ehrbachtal, die ihre bisher einzige Niederlage gegen unsere „Erste“ hinnehmen musste. Diese Tatsache und die Möglichkeit der Gastmannschaft unsere mittlerweile schwer gebeutelte SG I abzuschütteln, wirkte offensichtlich sehr motivierend auf unseren Gegner.
Nach einer kurzen Phase des Abtastens übernahm Ehrbachtal - vor allem bedingt durch ein Übergewicht im Mittelfeld - die Kontrolle über das Spiel, ohne jedoch nachhaltig gefährlich vor unser Tor zu kommen. Dennoch wurde die Gastmannschaft in der 24. Minute für den betriebenen Aufwand belohnt, nachdem ein missglückter Klärungsversuch unserer Hintermannschaft genau vor den Füßen eines gegnerischen Spielers landete und dieser den Ball im langen Eck platzierte. Nach diesem Treffer hatte unser Gegner auch seine beste Phase und sorgte dafür, dass unsere „Erste“ nur selten aus der eigenen Hälfte kam. Die Entstehung des 2:0 könnte als „Glück des Tüchtigeren“ tituliert werden, denn nachdem ein ehrbachtaler Spieler in einer unübersichtlichen Situation am schnellsten schaltete, bei Stefan Rohloff einhakte und nach 2 weiteren gelaufenen Metern zu Boden fiel, zeigte der ansonsten gute Schiedsrichter in dieser höchst umstrittenen Szene zu unserem Leidwesen auf den Punkt. Der anschließende Strafstoß wurde sicher verwandelt und so ging es mit einem 0:2 Rückstand in die Kabine.
Ohne personelle Änderungen vorzunehmen, schickte Coach Oliver Schuch seine Mannen in das nahezu verlorene Gefecht. Und tatsächlich spielte von hier an auch nur noch die SG I und Ehrbachtal beschränkte sich darauf, geduldig auf Kontermöglichkeiten zu lauern. Doch es sollte eine gute halbe Stunde vergehen, bis Viktor Singer eine butterweiche Flanke von Eric Müller per Kopf in den Maschen unterbrachte und auf 1:2 verkürzte. Die zahlreichen Zuschauer spürten, dass hier allen Prognosen und personellen Sorgen zum Trotz noch etwas zu holen war und als Eric Müller einen Ball auf Höhe des Strafraums volley nahm und diesen in Richtung Winkel beförderte, rissen 11 in Blau gekleidete Akteure ihre Arme hoch, um dann voller Entsetzen festzustellen, dass der Ball nur gegen den Querbalken krachte. Sohren steckte auch danach nicht auf und bot den Zuschauern packende 10 Minuten, doch wie so oft sollte es nicht zum Torerfolg reichen und im Gegenzug gelang es Ehrbachtal einen Konterangriff zum letztendlich entscheidenden 1:3 auszuspielen und alle sohrener Hoffnungen zu begraben.


Aufstellung: Johnen – Müller ©, Rohloff, Schell – Maier, Winter, Fischer, Mähringer, Singer (Gewehr 86.), Beregowez R. – Bensak


Zitat: „Hat mal jemand einen Schlüssel, um Schraubstollen festzuziehen? Ich will welche anziehen!“ (Philipp Johnen, der zwar auf nassem und matschigem Rasen keine anzieht, es aber auf einem Hartplatz für die beste Ausrüstung hält)

 

Bericht der SGII aus der RHZ

SG Sohren/N./B. II -
Spvgg Biebertal II 0:2 (0:1)



Der Tabellenletzte aus Sohren konnte auch im letzten Spiel des Jahres nicht mehr punkten. Gegen Biebertal hatten die Gastgeber nach fünf Minuten die einzige Torgelegenheit, trafen aus drei Metern jedoch nur einen Gegenspieler auf der Torlinie. SG-Trainer Harald Jakobi: "Das war eine schwache Leistung von uns. Zum Glück kommt jetzt die Pause. Wir stehen zu recht da unten. Wir können nur hoffen, dass wir durch eine gute Vorbereitung und günstige Konstellationen ein Wunder schaffen." Biebertals Coach Markus Schneider sprach von einem verdienten Sieg: "Wir hatten mehr Spielanteile. Zudem hat bei Sohren in der zweiten Halbzeit die Kondition ein wenig nachgelassen. Mit 22 Punkten vor der Pause bin ich zufrieden."


Tore: 0:1 Weirauch (10.), 0:2 Heimer (85., Foulelfmeter).
 

SG I lässt Spitzenreiter Ehrbachtal abreißen

Nach dem unglücklichen Unentschieden gegen Rheinböllen stand der nächste Gegner aus dem Spitzensextett der Kreisliga A Hunsrück/Mosel auf dem Programm. Mit der SG Bremm traf man auf einen aus unserer Sicht beliebten Widersacher. Denn nicht selten waren die Auseinandersetzungen auf einem hohen spielerischen Niveau, wobei man meistens den Platz als Sieger verlassen konnte. Dies war auch an diesem Wochenende nötig, wollte man den 4-Punkte-Rückstand auf die SG Ehrbachtal nicht wachsen sehen.
Das Spiel selbst begann zunächst mit einer guten Chance für die Gastgeber von der Mosel, die unser Schlussmann, Alex Gergert, jedoch gekonnt entschärfen konnte. Von hier an spielte nur noch unsere „Erste“ und Bremm wurde höchstens durch Fehler unsererseits gefährlich. Das spielerische Übergewicht konnte zu unserem Leidwesen nicht in Zählbares umgesetzt werden und was ab der 25. Minute auf dem Platz passierte wäre auf höherem Niveau in der Bild-Zeitung mit der Schlagzeile „Skandal – Schiedsrichter sorgt für Vorentscheidung im Kampf um die Meisterschaft“ tituliert worden. Die Geschichte nahm seinen Lauf mit einer völlig überzogenen roten Karte für unseren agilen Stürmer, Nico Adams, der zwar im Eifer des Gefechts einen gegnerischen Abwehrspieler foulte, aber eine rote Karte hierfür niemals verdient hatte. Auch die Beleidigung, die für den katastrophalen Schiedsrichter für diese Entscheidung ausschlaggebend war, hatte weder Adams abgegeben, noch der gefoulte Abwehrspieler gehört, wie er nach dem Spiel zugab.
Um der Informationspflicht des Berichts nachzukommen, sei an dieser Stelle erwähnt, dass Sohren durch einen direkt verwandelten Freistoß in der 69. Minute das 1:0 hinnehmen musste und sich an diesem Spielstand auch bis zum Ende nichts änderte.
Vielmehr soll hier auf die Leistung eines Akteurs eingegangen werden, der die Bezeichnung „Unparteiischer“ schlicht und ergreifend nicht verdient hat. Es handelt sich bei diesem Schiedsrichter um denjenigen, der auch das Spiel gegen Niederburg, zu damaligen Tabellenstand Erstplatzierter, leiten durfte. Mit den Ambitionen, früher oder später auch überkreislich pfeifen zu dürfen, muss er bereits in jungen Jahren eben solche Spitzenspiele pfeifen, um sich für größere Aufgaben zu empfehlen. Aus diesem Grund achtete er, da er von einem Beobachter genau unter die Lupe genommen wurde, penibel darauf, dass die Schienbeinschonerhalter, Radlerhosen und Schweißbänder auch den Trikotfarben entsprechen. Dass seine Hauptaufgabe darin bestand, ein Spiel in einem fairen Rahmen zu halten und möglichst gerecht zu urteilen, vergaß er anscheinend kurz, nachdem er zum ersten Mal in seine Pfeife blies. Eine Fehlentscheidung jagte die andere und das wollte sich auch bis zum Abpfiff nach 90 Minuten einfach nicht ändern. Da man ja nie die Schuld bei anderen suchen sollte, versuchte man über seine Leistung hinwegzusehen und ihm noch eine Chance zu geben, da man ja bedenken musste, dass er eventuell vom Beobachter unter Druck gesetzt wurde und ja auch noch so jung ist und so weiter und so weiter.
Diese zweite Chance hat er an diesem Wochenende jedoch total verspielt. Unsere „Erste“, die vor dem Spiel auf dem 3. Platz der Fairnesstabelle stand, und eventuell noch besser dastehen würde, wenn die gelb-rote Karte nicht in die Statistik eingehen würde, für die sich der verantwortliche Schiedsrichter Udo Pfeifer beim seinem „Opfer“, Alexander Schell, entschuldigte und hierdurch seinen Fehler einsah,. Nach dem Spiel rutschte man auf den 9 Platz in eben diesem Tableau ab, weil man eine ungerechtfertigte rote Karte hinnehmen musste und die Spieler, die keine gelbe Karte hatten, an einer amputierten Hand abzuzählen sind. Ich denke, dass dieser kleine Exkurs in die Fairnesstabelle, die Unfairness des Schiedsrichters ganz gut beschreibt.
Natürlich könnte man an dieser Stelle ein paar dieser gefühlten 50 ungerecht beurteilten Situationen beschreiben, sich darüber aufregen und über die Missstände des Schiedsrichterwesens klagen, jedoch bleibt dafür in Anbetracht der nächsten Aufgabe gegen Tabellenführer aus Ehrbachtal keine Zeit und die Hoffnung, dass sich der Verband wenigstens bei Spiel des Ersten gegen den Zweiten aus dem Kreisoberhaus dazu durchringt, ein qualifiziertes Gespann anzusetzen, damit auch der Bessere und nicht der Bevorzugte gewinnen möge.

Aufstellung: Gergert – Beregowez W., Rohloff, Schell – Winter, Fischer, Mähringer, Beregowez R. ©, Schleicher – Bensak (Müller 46.), Adams



Johnen kam nicht zum Einsatz

Zitat: „So macht das keinen Spaß!“ – „Fox, gewöhn dich dran! Das passiert uns öfter“ (Robert Beregowez zu Volker Winter, der offensichtlich noch nicht lange genug dabei ist)

Nächste Aufgabe: SG I – SG Ehrbachtal, am Sonntag, den 6.12. um 14.45 in Sohren


 

Berichte aus der RHZ

SG Mörschbach/Liebshausen II -
SG Sohren/N./B. II 2:0 (1:0)


In Mörschbach pfiff der Wind über den Platz und erschwerte beiden Mannschaften das Spiel. Den Gastgebern gelang aber trotz Gegenwind die glückliche Führung in der ersten Halbzeit. "Sohren war der erwartet schwere Gegner, dem es aber an Durchschlagskraft gemangelt hat", sagte Mörschbachs Trainer Marco Friedrich. Das sah auch Sohrens Coach Harald Jacobi so: "Ein Unentschieden wäre möglich gewesen. Wir hatten in der zweiten Halbzeit mehr Spielanteile, aber nur eine Torchance."

Tore: 1:0 Wagner (39.), 2:0 Baumann (90.).


SG Bremm -
SG Sohren /N./B. 1:0 (0:0)


Ohne Waldemar Stier und noch dazu 67 Minuten in Unterzahl - das brachte der SG Sohren die zweite Saisonniederlage ein. Eine Niederlage, die nicht nötig gewesen wäre, das bestätigte auch Bremms Trainer Elmar Walter. Er sagte zwar: "Wer ein Tor mehr schießt, gewinnt immer verdient." Er sagte aber auch: "Vielleicht waren wir am Ende der glückliche Sieger. Es hätte auch 0:0 ausgehen können." Sohrens Coach Oliver Schuch platzte nach der Niederlage der Kragen. Nicht wegen der Leistung seiner Mannschaft, sondern wegen der Leistung des Unparteiischen: "Ich fühle mich vollkommen veräppelt." Grund hierfür war nicht nur die seiner Meinung nach unberechtigte Rote Karte gegen Nico Adams, sondern die gesamte Schiedsrichterleistung: "Er hat Fouls nicht geahndet, gibt aber Gelb, wenn sich jemand darüber beschwert. Ich habe das Gefühl, dass es nur gegen Sohren geht." Und weiter: "Der Verband sollte sich mal Gedanken machen und zu Top-Spielen auch Top-Schiedsrichter schicken. Leider hat man ja keine Handhabe dagegen." (ter)

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Montag, 30. November 2009, Seite 27.
 
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