SG I weiterhin auswärtsschwach

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Aufstellung: Johnen – Klingels, Golembusch, Beregowez, Kölzer (Mähringer 68.) – Dechandt (Herdt A. 55.), Sagel ©, Schleicher, Mirenda (Singer V. 81.) – Singer A., Brecht

 

„Wenn zwei sich mögen, leidet der Dritte“; so oder so ähnlich müsste man die uns allen bekannte Redensart modifizieren, um die Geschehnisse vom vergangenen Sonntag aus unserer Perspektive zusammenzufassen. Als Zeichen der langjährigen Vereinsfreundschaft zwischen den beiden SV aus Damscheid und unserem Gegner aus Niederburg wurde das Spiel als Hauptattraktion des Damscheider Sportfestes auf dem dortigen Hartplatz ausgetragen. So war die Kombination aus regnerischem Wetter, dem Geläuf und nicht zuletzt dem SV Niederburg aus Sicht der SG I nicht besonders verheißungsvoll.

Von Beginn an hatte unsere Mannschaft Probleme, ins Spiel zu finden. Das wiederum kam dem Gastgeber sehr entgegen, da dessen harte Gangart gepaart mit vielen langen Bällen insbesondere unter diesen Bedingungen ein probates Mittel war, um unsere am heutigen Tage wackelige Abwehr ein ums andere Mal in Bedrängnis zu bringen. Konsequenterweise fiel das 0:1 aus unserer Sicht, nachdem Moritz Golembusch an einem dieser Flugbälle vorbeisäbelte, der gegnerische Stürmer unbedrängt auf unser Gehäuse zulief und keine Schwierigkeiten hatte, den Führungstreffer in der 12. Spielminute zu erzielen. In der Folge fing sich unser Team und versuchte, sich durch die tief stehende und gut gestaffelte Defensive des SV Niederburg zu kombinieren. Schließlich führte die einzig wirklich gelungene Passfolge auch zum Ausgleichstreffer in der 20. Minute. Nach einer Balleroberung von Robert Beregowez in der Nähe der Mittellinie lief dieser auf die gegnerische Abwehr zu und spielte Johann Brecht an. Dieser wiederum ließ auf den ebenfalls aufgerückten Artem Sagel klatschen, wonach letzterer auf den startenden Robert Beregowez per Direktpass durchsteckte. Robert umkurvte schließlich den gegnerischen Schlussmann und markierte den 1:1 Ausgleich.

Allerdings sollte es unserer „Ersten“ nach dem Ausgleich schlicht und ergreifend nicht gelingen, gepflegten Fußball zu spielen, da Niederburg unsere Angriffsbemühungen mit sehr viel Biss und oft auch an der Grenze des Erlaubten unterband. Darüber hinaus war unsere Abwehr weiterhin bei hohen, in die Tiefe geschlagenen Bällen anfällig. Das 1:2 aus der 34. Minute glich in der Entstehung weitestgehend unserem ersten Gegentreffer. Nach einem erneut langen Ball sorgte ein Missverständnis zwischen Moritz Golembusch und Robert Beregowez dafür, dass der gegnerische Angreifer abermals unbedrängt auf Philipp Johnen zulief und zum wiederholten Male einen kühlen Kopf bewahrte.         

Nach Wiederanpfiff agierte die SG I deutlich entschlossener und kam zu der einen oder anderen Torgelegenheit. Das Frustrierende dabei war, dass es dann in der 57. Minute doch der SV Niederburg war, der einen Treffer bejubeln durfte, obwohl bis dato nichts darauf hindeutete. Aber selbst nach dem 1:3 steckte unsere Mannschaft nicht auf und biss sich in der Folge zunehmend in der gegnerischen Hälfte fest. Schließlich keimte noch einmal Hoffnung auf, nachdem Alex Schleicher nach einer feinen Kombination über den linken Flügel in den Strafraum eindrang und dort unsanft und regelwidrig gefällt wurde. Den fälligen Strafstoß verwandelte unser Capitano Artem Sagel souverän und verkürzte auf 2:3 in der 76. Minute. Kaum 5 Minuten später hätte es den Elfmeterpfiff erneut geben müssen, nachdem abermals Alexander Schleicher – auf den Torwart zulaufend – auf brutalste Art und Weise vom letzteren „umgesenst“ wurde und daraufhin auch nicht mehr ins Spielgeschehen eingreifen konnte. So kam es für die SG I knüppeldick, als nicht nur der Pfiff ausblieb, sondern das Spiel auch noch zu zehnt fortgesetzt werden musste, da man kurz zuvor bereits zum dritten Mal gewechselt hatte. Sohren stemmte sich in Unterzahl noch einmal gegen die drohende Niederlage und kam auch noch zu einer dicken Chance, als Robert Beregowez eine Flanke vom eingewechselten Alex Mähringer denkbar knapp neben das gegnerische Gehäuse setzte. Doch anders als unser Team hatte Niederburg eine deutlich effizientere Chancenausbeute und konnte in der Nachspielzeit einen Konterangriff zum 4:2 Endstand vollenden.  

Zitat: „War doch ein faires Spiel!“ (Anhänger Niederburgs)


(Spielbericht: Robert Beregowez)

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