Sohren muss sich Müden geschlagen geben

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Zwei direkt verwandelte Freistoßtore entscheiden ein schwaches Spiel unserer SG I

Das Auswärtsspiel in Müden bleibt der SG I auch in diesem Jahr in keiner guten Erinnerung. (Hier Ausschnitt aus der vergangenen Saison)


An diesem Sonntag, dem 19. Spieltag, schien zunächst alles für ein Fußballfest auf dem Müdener Berg zu sprechen. Herrliches Sonnenwetter und ein „Topspiel“ unserer Kreisklasse A ließen einige unserer Zuschauer den langen Weg nach Müden antreten. Doch diese Hoffnungen auf ein schönes Fußballspiel sollten schnell zerstört werden, dazu jedoch später mehr.

Die Müdener Gastgeber erhielten in der Winterpause einige Neuzugänge und konnten sich in ihren beiden Spielen nach der Winterpause mit 5:1 gegen Holzbach und mit 1:0 gegen Binningen durchsetzen. Dies war ein klares Zeichen an unsere Erste, die nach einem ebenso erfolgreichen Start, mit einem starken Gegner rechnen konnten. Dazu konnte sich unsere SG I auf Grund der Tabellenkonstellation eigentlich auch keinen Patzer erlauben.

Diesen Druck merkte man den Spielern auch bereits zu Beginn der Partie an. Ein tief und diszipliniert stehender Gegner ließ unserer Ersten von Beginn an keinen Raum für schönen Fußball. Demzufolge musste sich die SG I mit langen Bällen begnügen. Diese waren jedoch an dem heutigen Tag oftmals zu ungenau und kamen postwendend  zurück. Müden hatte in den ersten 20 Minuten mehr Spielanteile und die SG I konnte froh sein, dass sie diesen Umstand nicht in klare Torchancen ummünzen konnten. So kam der Führungstreffer unserer Ersten in der 32.Minute auch relativ überraschend. Andreas Herdt sah, dass die gegnerischen Verteidiger für einen Moment mal nicht gut standen und schickte unseren Goalgetter Johann Brecht. Dieser sah, dass der Gästekeeper weit aufgerückt stand und nutze diesen Umstand mit einem Volleyschuss über den Torwart zum 1:0. In Folge dieses Treffers kam unsere Erste etwas besser ins Spiel, jedoch waren Chancen auf beiden Seiten Mangelware. Die Zuschauer sahen bis dahin ein sehr unattraktives Spiel, welches vor allem durch Zweikämpfe und lange, hohe Bälle charakterisiert wurde. Bis zur Halbzeitpause gab es keine weiteren nennenswerten Szenen und so konnte sich unsere Erste mit einer 1:0 Führung in die Halbzeitpause begeben.

Aus der Pause kam die SG I erfrischt und hoch motiviert heraus. Bereits in der 50 Minute konnte sich Angelo Mirenda auf der rechten Seite durchsetzen und den am 16er wartenden Johann Brecht bedienen. Dieser zog auch direkt ab und verfehlte das Müdener Tor denkbar knapp. Zu diesem Zeitpunkt schien es so, als wäre unsere Erste endgültig in diesem Spiel angekommen. Leider sollte dies nicht nur die einzige Torchance für unsere Erste im zweiten Durchgang bleiben. Die Müdener Gastgeber schockten unsere Erste auch innerhalb kurzer Zeit gleich zwei mal: Zwei Freistöße, beide vom stark spielenden Marc Thönnes getreten, fanden den Weg an unserem Keeper Gilbert Heidemann vorbei ins Tor. Diese beiden Gegenschläge in der 60. bzw. 62. Minute brachten unsere Erste wiederrum völlig aus dem Tritt. Die SG I verlor größtenteils den Zugriff auf das Spiel und konnte sich trotz hohen Einsatzes keine Chancen erspielen. In den Schlussminuten musste unsere Erste auch noch das 3:1 hinnehmen. Ein Müdener Spieler konnte sich auf unserer linken Seite gegen drei Sohrener durchsetzen und den Ball zu Andreas Oberreiter durchstecken, welcher aus spitzem Winkel und naher Distanz abzog und unserem Torwart keine Chance ließ.

Als Fazit lässt sich festhalten, dass dies eines der schlechtesten Spiele dieser Saison unserer Ersten war, bei dem sich aus unseren Reihen keiner hervortat und gegen kampfstarke Müdener bestehen konnte. Als einziger Wermutstropfen bleibt, dass unsere ärgsten Konkurrenten um die vorderen Plätze ebenfalls patzten:  Bremm unterlag gegen die SG Buch 2:3, Müllenbach spielte lediglich 4:4 gegen den Tabellenletzten aus Laudert und auch Oberwesel kam nicht über ein 3:3 gegen Binningen hinaus. An der Tabellensituation hat sich also nichts dramatisch geändert. Jetzt gilt es für unsere Erste im nächsten Heimspiel gegen Oberwesel gleich zwei Gänge hoch zu schalten, um weiterhin eine Chance im Kampf um die Meisterschaft und den begehrten Aufstiegsplatz zu haben.

(Autor: Moritz Golembusch)

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