Hallenkreismeister 2015!

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An Sohren und Satter führt kein Weg vorbei

Szene aus dem Finale der HKM-Endrunde: Sohrens Michael Schmidt (rechts) zieht ab, die Braunshorner Kai Wickert und Stefan Stroschein (von links) können den Schuss nicht blocken. Nach regulärer Spielzeit stand es 1:1, im Sechsmeterschießen hatte Sohren die besseren Nerven und verteidigte den Titel bei der Hallenkreismeisterschaft in Simmern (Foto: B&P Schmitt).


Simmern. Die SG Sohren/Niedersohren/Büchenbeuren hat ihren Titel verteidigt und ist erneut Hallenmeister des Fußballkreises Hunsrück/Mosel: In Simmern bezwang die SG um den neuen Trainer Rainer Kunz im Finale den A-Klasse-Rivalen SG Braunshorn/ Hausbay-Pfalzfeld mit 6:5 nach Sechsmeterschießen. Dritter wurde A-Ligist FC Karbach II. Das Trio ist damit am Sonntag (13 Uhr) beim 23. Masters in Simmern dabei.

Das Finale

Nach der Vorrunde musste Sohren eine Hiobsbotschaft verkraften: Im letzten Gruppenspiel verdrehte sich Andy Herdt das Knie und verabschiedete sich direkt ins Krankenhaus. Erste Diagnose: Innenbandriss im Knie. Doch auch ohne ihren Leistungsträger setzte sich Sohren wie im Vorjahr die HKM-Krone auf - auch dank Torwart Michael Satter, der im Halbfinale gegen Rheinböllen II und im Endspiel gegen Braunshorn im Sechsmeterschießen entscheidend seine Finger im Spiel hatte. Dabei sah es bis 40 Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit so aus, als würde Braunshorn erstmals die Hallenkreismeisterschaft gewinnen. "Wir waren die spielbestimmende Mannschaft und nach Stefan Stroscheins Führungstor nah dran am Titel, doch dann haben wir uns eine Unachtsamkeit geleistet", meinte Braunshorns Trainer Mirko Bernd. Der Sohrener Alex Mähringer nutzte das kurz vor Schluss zum Ausgleich aus. Im Sechsmeterschießen avancierte Alex Merg zum tragischen Helden: Der beste Braunshorner Torschütze des Turniers vergab gleich zweimal gegen Satter. Alex Schleicher behielt die Nerven und schoss Sohren mit seinem Sechsmeter zum 6:5 zum HKM-Sieg. Der Sohrener Kapitän Schleicher sagte bei der Pokalübergabe: "Braunshorn war ein sehr starker Gegner. Aber man hat gesehen, dass wir auch ohne drei Stars die HKM gewinnen können." Vor der Saison hatten bekanntlich die Futsalspezialisten Artem Sagel, Alex Singer und Johann Brecht den Verein verlassen. Deshalb war bei den Sohrenern die Freude umso größer.

Das Spiel um Platz 3

Das letzte Mastersticket sicherte sich im Spiel um Platz 3 der A-Klässler FC Karbach. Mit 3:1 gewann der FC II gegen den B-Süd-Verein TuS Rheinböllen II. Zwei Tore markierte Karbachs Spielertrainer Reyad David, er wurde mit starken acht Treffern auch Torschützenkönig der Endrunde.

Das Halbfinale

Auch im ersten Halbfinale ging es nach einer Nullnummer zwischen Sohren und Rheinböllen II ins Sechsmeterschießen. Und was war das für ein Shootout: 16 Schützen donnerten den Futsal aufs Tor, ehe mit Sohren der Sieger feststand. SG-Keeper Satter parierte zwei Sechsmeter - beide gegen den Rheinböllener Pierre Henrich. Auf Sohrener Seite verschoss nur Michael Schmidt, die SG gewann den Sechsmeter-Krimi mit 7:6. Das gleiche Spiel im zweiten Halbfinale - allerdings waren nur neun Schützen nötig, bis sich der Sieger Braunshorn herauskristallisiert hatte. Nach Sechsmetern gewann die SG gegen Karbach II mit 4:2, weil Kai Wickert, der im Feld spielte und auch die 1:0-Führung in der regulären Spielzeit (Endstand 1:1) erzielte, extra dafür ins Tor ging - und zwei Sechsmeter entschärfte. Roman Geiß machte mit dem 4:2 den Deckel drauf auf den Braunshorner Finaleinzug.


Der Blick auf die Ereignisse in der Gruppenphase:

Gruppe A

Ein furioses Finale um das Weiterkommen gab es in der Gruppe A. Die B-Süd-Klubs SG Leiningen/ Norath/Bickenbach und TuS Rheinböllen II waren vor ihrem abschließenden Duell mit sechs Zählern punktgleich. Leiningen hatte aber das bessere Torverhältnis, ein Remis hätte zum Einzug ins Halbfinale gereicht. Nach einem 0:0 sah es auch lange aus, ehe Rheinböllen II kurz vor Schluss einen Zehnmeter erhielt. Fabio Aquila behielt die Nerven gegen Leiningens Keeper Tizian Maus und markierte das 1:0. Nach dem Treffer gab es Tumulte, Leiningens Sebastian Scheer legte sich mit Torschütze Aquila an, beide bekamen von Schiedsrichter Waldemar Hafner eine Zeitstrafe aufgebrummt. Aquila passte das gar nicht, er klatschte höhnisch Beifall, Hafner zog die Rote Karte - Turnierausschluss für Aquila, der bis dahin der beste Torschütze (fünf Treffer) im Wettbewerb war. Beim 1:0 für Rheinböllen II blieb es nicht, Martin Dobrzynski besorgte noch den 2:0-Endstand. Rheinböllen II folgte damit als Tabellenzweiter dem Gruppensieger FC Karbach II ins Semifinale. Der A-Klässler dominierte die Gruppe nach Belieben und gewann alle vier Begegnungen souverän. Überragender Akteur war Spielertrainer David, der in jedem Gruppenspiel mindestens ein Tor erzielte und am Ende wie gesagt auch Torschützenkönig wurde. Neben Leiningen, das neben Braunshorn die größte Zuschauerunterstützung vor nur 100 Besuchern in Simmern erfuhr, musste A-Ligist SG Bremm und der einzige C-Klässler im Wettbewerb, der SC Weiler, frühzeitig die Segel streichen. Bremms Spieler Timo Berg meinte nach nur einem Sieg (1:0 gegen Weiler) aus vier Partien: "Neben mir war nur noch Philipp Liel aus der Ersten dabei, deshalb hatten wir keine große Erwartungen." Zufriedener war Weilers Coach Mario Esser trotz null Punkten: "Uns hat mit Mirco Schieß unser bester Torschütze aus dem Vorrundenturnier gefehlt. Gegen Bremm und Rheinböllen II haben wir uns noch gut verkauft, nachher hat uns dann die Kraft gefehlt. Da hat sich vielleicht auch unsere Winterwanderung am Tag zuvor bemerkbar gemacht", schmunzelte Esser.

Gruppe B

In der Gruppe B setzten sich die A-Klässler und späteren Finalisten SG Sohren und SG Braunshorn am Ende deutlich durch. Während Braunshorn vom Fleck weg mit dem 4:0 gegen B-Nord-Klub SG Weiler-Gevenich/Faid seine Ambitionen unterstrich, benötigte der spätere Turniersieger Sohren ein wenig Anlaufzeit. Im ersten Spiel gegen Weiler-Gevenich hatte Sohren Glück, dass es 0:0 ausging. Julian Holzknecht verpasste mit der Schlusssirene das Siegtor für die Eifeler, die auch beim 1:1 gegen A-Klässler SG Soonwald/Simmern Sekunden vor Abpfiff den möglichen Siegtreffer durch Fabian Jahnen liegen ließen. Weiler-Gevenichs Jan Berdi sagte: "Wir wollten uns gut verkaufen, das haben wir geschafft. Aber die zwei Spiele hätten wir gewinnen müssen, dann wären wir weitergekommen." Die Plätze unter den letzten Vier schnappten sich Braunshorn und Sohren. Im direkten Duell trennte man sich 2:2, Sohren hatte schon 2:0 geführt. Die SGS sicherte trotzdem den Gruppensieg, weil Braunshorn im letzten Spiel beim 1:2 gegen den B-Nord-Tabellenzweiten SG Morshausen/Beulich/Gondershausen patzte. Es war der einzige Sieg für die Morshausener, die keineswegs enttäuschten. Keine Rolle um die Vergabe der Halbfinaltickets spielten die Soonwälder, bei denen Andreas Göttsching wegen einer Notbremse Rot sah (Michael Bongard).

 

Quelle: rhein-zeitung.de

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